B-590.39.042 [2020-10] Kohlendioxid in Getränken – Wärmeleitfähigkeitsmessung

Getränken wie Wasser und AFG´s wird Kohlendioxid (CO2) zugeführt, um ein prickelndes Gefühl auf der Zunge durch das sich entspannende CO2 zu erzeugen. Aber auch für die Wein-, Sekt- und Bierproduktion, ist Kohlendioxid unabdingbar, um den Sauerstoff fernzuhalten.

Der Gehalt des Bieres an gelöstem Kohlendioxid ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Eine angemessene Kohlendioxidmenge (untergäriges Bier 0,40–0,60 GG-%, obergäriges Bier 0,40–0,80 GG-%) trägt zur Rezenz des Bieres wesentlich bei. Biere mit geringem Kohlendioxidgehalt schmecken schal. Weiterhin fördert das Kohlendioxid die Schaumbildung. Auch können durch die im Bier enthaltenen Kohlendioxidmengen die Schwellenwerte von Geschmacks- und Aromakomponenten verändert werden.

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Aufgabenstellung/Zweck

Bestimmung der Konzentration an gelöstem Kohlendioxid in karbonisierten Getränken in Tanks, Leitungen, Flaschen und Dosen mittels Wärmeleitfähigkeitsmessung

Anwendungsbereich

Geeignet zur der Konzentration an gelöstem Kohlendioxid in karbonisierten Getränken. Konzentrationsbereich 0‑6,9 g/l

Prinzip

Es wird die Wärmeleitfähigkeit in einer kleinen Messkammer bestimmt, die wiederum durch eine semipermeable Membran vom Messgut getrennt ist. Mit der Diffusion durch die Membran ändert sich die Wärmeleitfähigkeit in der Messkammer.

Das Gasvolumen in der Messkammer wird in Zyklen von 10–20 s vollständig ausgetauscht. Die Änderungen der Wärmeleitfähigkeit über die Zeit sind ein Maß der Diffusion von CO2 durch die Membran, wodurch sich die Konzentration im Messmedium unter Berücksichtigung der Temperatur berechnen lässt.

Andere gelöste Gase, wie Stickstoff und Sauerstoff, können den Messwert nicht beeinflussen, da Stickstoff oder Luft als Austauschgas der Messkammer benutzt wird.

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