W-010.06.120 [2021-03] Quantitative Bestimmung der Polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) in Trinkwasser

Aufgabenstellung/Zweck

Die Methode beschreibt die quantitative Bestimmung der Polycyclischen aromatischen Kohlenwasser in Trinkwasser. Hierfür existieren Analysenmethoden mittels Hoch­leistungs-Dünnschicht-Chromatographie (HPTLC) sowie mittels Hoch­leistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC).

Anwendungsbereich

Trinkwasser, das in der Brau- und Lebensmittelindustrie verwendet wird.

Die Bestimmung erfolgt mittels HPLC. Das analytische Interesse an diesen mehrkernigen Aromaten ist darauf zurückzuführen, dass diese toxisch, teils cancerogen wirkenden Substanzen aus unterschiedlichen Emissionsquellen an die Umwelt abgegeben werden. Polycyclische aromatische Kohlenwasser­stoffe (PAK) kommen in fast allen Gewässern sowohl ungelöst an Feststoffe (Sedimente, Schwebstoffe) adsorbiert, als auch in Wasser gelöst vor. Eine Differenzierung zwischen ungelösten und gelösten PAK, die bei der Analyse von Oberflächenwasser oder Abwasser erwünscht sein kann, wird bei der Trinkwasseruntersuchung nicht vorgenommen.

Die Trinkwasserverordnung fordert die Bestimmung von fünf polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, nämlich

Benzo-(b)-fluoranthen               

Benzo-(ghi)-perylen

Benzo-(a)-pyren                        

Benzo-(k)-fluoranthen    

Indeno-(1,2,3-cd)-pyren

Prinzip

Die Anreicherung der PAK erfolgt mit einer Festphasen-Extraktion. Der Probenextrakt wird mittels Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie an geeigneten stationären Phasen unter isokratischen Bedingungen aufgetrennt. Die Detektion erfolgt mit einem Fluoreszenzdetektor. So kann ein empfindlicher Nachweis geführt werden, da diese mehrkernigen Aromaten gute Fluoreszenzeigenschaften aufweisen. Da substanzabhängige Fluoreszenz-charakteristika durch zwei Spektren, nämlich Anregungs- und Emissionsspektren, bestimmt werden, öffnet sich zusätzlich die Möglichkeit der selekti­ven Detektion. Bei Kenntnis dieser Spektren für jede nachzuweisende Sub­stanz und darauf basierender Wahl der Detektionswellenlängen ist ein Höchstmaß an Empfindlichkeit und Selektivität erzielbar.

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